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heute ist revue-tag. morgen bricht ein neues jahr für mich an..und eigentlich ist es schon sowas wie "meine tradition", zurückschauen, wegpacken, nicht ohne den blick darauf zu behalten, aber weit genug, ohne, dass es mir in die augen sticht.. und nach vorn schauen. sich drüber freuen, was gewesen ist und darauf, was kommen mag. jetzt hier, fernab meiner bisher er/gelebten realität fällt es mir glaube ich leichter..
mein letzter geburtstag war grau. ich wachte auf, glaube es war halb acht morgens, eigentlich wollte ich gern ausschlafen, dann gemütlich mit meiner lieben wg frühstücken, doch die melancholie übermannte mich schon nach meinem ersten augenaufschlag. und in leipzig zog es mich erstmals mit einer schon fast unheimlichen kraft auf´s völkerschlachtdenkmal...allein, in den trüben wolken des feuchten nebels. darauf hatte ich lust. also fuhr ich los, mit meinem drahtesel durch den park, keine menschen und ich fühlte mich besser mit jedem tritt..
doch aufs völki kam ich nicht. wurde grade gebaut und war gesperrt, erst war ich geknickt, lenkte meinen weg aber gleich in richtung des angrenzenden südfriedhofes. war auch dort noch nie zuvor. und so wandelte ich an lebens-/geschichten vorbei, las grabsteine und heulte um die verstorbenen, obwohl ich sie nie kannte.
dann war ich frei, freier als ich losfuhr..ein bisschen still in mir selbst. friedlich still?
nein, sowohl weder friedlich noch fröhlich war ich sicher nicht. aber nach dem vorangegangen jahr wäre fröhlichkeit auch lüge gewesen.
das wg frühstück war trotzdem schön, genauso wie die klettersession mit anja und elmo.. naja und die "wir machen einen zirkus" - party mit all den anderen war natürlich wieder mal besonders.
doch irgendwie ging es nicht bergauf mit mir. von selbstzweifeln zerrissen dümpelte ich bis in den juni/juli und tat mir immer wieder nur selber weh.
doch der wendepunkt kam. von selbst. norwegen per rad. allein, im nieselregen, über pässe, sich "was-mache-ich-nur-hier" fragend unter irgendwelchen vordächern. doch geschafft und obwohl definitiv nicht "super", verdammt gut! zurück wusste ich - jetzt oder nie. also jetzt!
nach der langen regenphase, war es zeit für sonnenschein. langsam ließ ich die strahlen wieder zu mir durch. ich entwickelte genug egoismus mich von ihnen wärmen zu lassen, schöpfte kraft aus all der zeit, die ich mir mal nur für mich allein nahm und tat vor allem das, was mein herz und meine seele mir sagten, ganz ohne schlechtes gewissen..
und schon nach wenigen monaten bemerkte ich, dass ich "nach hause" finde. sowohl zu meiner familie, als auch zu mir selbst.
die sonne scheint jetzt. konstant halt ich die nase ins licht..mal heller und mal nicht so, aber immer da. ich freu mich über soviel balance, da ja gerade die schwankungen früher zu meinen "stärken" gehörten.
das leben meint es gut mit mir. ich bin dankbar. der ganze seelenmüll, der in mir schlummert/e ist tragbar und vergleichbar zu vielem ein witz. das weiß ich nun, ebenso wie ich weiß meine "energie" halbwegs zu haushalten..
vor dem erwachsenwerden hatt ich immer angst, wollte es nie. dachte man stumpft sinnlos ab.
ich werd gelassener und ruhiger und das ist einfach gut so.
auf´s nächste jahr freu ich mich...und weiß schon jetzt, der nächste rückblick wird ne wucht!



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